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Hebamme finden trotz Mangel: 7 Tipps für werdende Eltern - und was die Kasse zahlt

Früh suchen, mehrere Hebammen parallel anfragen, die Typen kennen - und wissen, dass die Krankenkasse fast alles übernimmt. So erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine gute Begleitung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Eine Hebamme begleitet werdende Familien durch eine besondere Zeit - von der Vorsorge über die Geburtsvorbereitung bis ins Wochenbett. Doch eine freie Hebamme zu finden, ist vielerorts schwierig geworden. Mit der richtigen Strategie und etwas Vorlauf klappt es trotzdem.


7 Tipps für die Hebammensuche


  • Sehr früh anfragen. Am besten schon kurz nach dem positiven Test, in den ersten Schwangerschaftswochen. Gerade in Städten sind beliebte Hebammen Monate im Voraus ausgebucht.

  • Mehrere parallel kontaktieren. Fragen Sie ruhig fünf bis zehn Hebammen gleichzeitig an und bleiben Sie bei Terminen flexibel. Wer nur eine anschreibt, verliert Zeit.

  • Die Hebammen-Typen kennen. Eine Hebamme für die Vorsorge begleitet die Schwangerschaft, die Wochenbett-Hebamme kommt nach der Geburt zu Hausbesuchen, eine Beleghebamme begleitet Sie persönlich zur Geburt in der Klinik. Klinikhebammen arbeiten dagegen im Schichtdienst und sind niemandem fest zugeordnet.

  • Mehrere Quellen nutzen. Hebammenlisten der Verbände und Krankenkassen, lokale Netzwerke und Empfehlungen kombinieren - nicht auf einen Kanal verlassen.

  • Das Erstgespräch vorbereiten. Fragen Sie nach Verfügbarkeit in Ihrer errechneten Woche, nach Erfahrung mit Ihren Wünschen (etwa Stillberatung, Rückbildung, besondere Situationen) und wie viele Frauen parallel betreut werden.

  • Organisiert bleiben. Führen Sie eine Liste mit Kontakten und Rückmeldungen. Bei Absagen nach Wartelisten oder Alternativen fragen.

  • Ergänzungen einplanen. Falls keine Hebamme frei ist: Teile der Vorsorge übernimmt die Ärztin oder der Arzt, Rückbildung und Stillberatung gibt es auch über Kurse.


Warum Eile sich lohnt: drei Fakten


  • Rund 654.000 Kinder kamen 2025 in Deutschland zur Welt - etwas weniger als im Vorjahr. Trotzdem fehlen in vielen Regionen Hebammen.

  • Nur etwa jede fünfte Geburt wird von einer Beleghebamme mit durchgehender persönlicher Begleitung betreut - die Nachfrage ist deutlich höher.

  • Fast jede zweite Hebamme denkt laut einer Studie über einen Berufswechsel nach, vor allem wegen der Arbeitsbedingungen. Das verschärft die Lücke.


Was kostet eine Hebamme?

Für gesetzlich Versicherte in aller Regel: nichts. Die Krankenkasse übernimmt Vorsorge und Beratung, die Geburtsvorbereitung, die Betreuung bei der Geburt, die Wochenbettbetreuung bis zwölf Wochen nach der Geburt sowie Stillberatung und Rückbildung. Die Hebamme rechnet direkt mit der Kasse ab - Sie zahlen nur etwaige individuell vereinbarte Extras.


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06/22/26 04:24